Viele von uns kennen das klassische Sparbuch noch aus ihrer Kindheit. Das rote Büchlein wurde sorgfältig zu Hause aufbewahrt. Eltern zahlten dort schon bei der Geburt ihrer Kinder Geld ein. Damit legten sie den finanziellen Baustein für Führerschein, Studium & Co. Die Bank rechnete jährlich die Zinsen aus und garantierte eine beständige Vermehrung des Ersparten. In früheren Zeiten galt das Sparbuch als “Inbegriff des Sparens”.

Die niedrigen Zinsen haben Sparbücher zu einem Auslaufmodell werden lassen. Mittlerweile übersteigt die Inflation die Zinsen: Im November 2017 lag die Inflation bei ca. 1,8 Prozent – die durchschnittlichen Zinsen bei einem Sparbuch liegen gerade einmal bei 0,3 Prozent. Auch, wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht: Wer sein Geld auf Sparbüchern anlegt, verliert nach Berücksichtigung von Inflation, Kaufkraft & Co. bares Geld.

Sparbücher: Keine zeitgemäße Geldanlage

Sparbücher haben einige Nachteile. Abgesehen von den niedrigen Zinsen ist die Handhabung nicht ganz einfach. Wer Geldbeträge über 2.000 Euro abheben möchte, muss dies anmelden. Und wenn ein Sparer früher an sein Geld möchte, muss er Vorschusszinsen entrichten. Die niedrigen Zinsen bringen “das Fass zum Überlaufen” – denn wer zahlt schon gerne Geld ein, um einer “Verringerung” seines Kontostandes zuzusehen? Es ist unverständlich, dass einige Sparer bei ihrer Altersvorsorge immer noch auf Sparbücher setzen. Sicherheit und Anlegerschutz sind übrigens nicht höher als bei Tagesgeldkonten. Die Einlagensicherungsfonds aus dem Bundesverband deutscher Banken schützen Sparguthaben bis zu einer Grenze von 100.000 Euro.

Die Alternativen zum Sparbuch

Es gibt zahlreiche Alternativen zum Sparbuch. Beispielsweise Aktien und Investmentfonds. Norwegen hat es mit seinem Staatsfond vorgemacht. Im Jahr 2016 erwirtschaftete er eine stolze Rendite von 6,5 Prozent und wuchs nach Aussage des “Wall Street Journal” auf über 1 Billion Dollar an. Eine gute Alternative sind Aktien. Denn es gibt durchaus sichere Aktien, die seit Jahrzehnten eine stabile Wertsteigerung aufweisen. Es ist wichtig, dass Sie Ihre Anlagen streuen. Investieren Sie niemals in eine Aktie, sondern verteilen Sie Ihr Vermögen auf möglichst viele Investments.

Eine ideale Investitionsmöglichkeit sind Fonds. Hier investieren Sie zeitgleich in mehrere Aktien und andere Finanzprodukte. Für diejenigen, die eher das eigene Langlebigkeitsrisiko absichern wollen, dient eine Rentenversicherung. Sie gibt es als private Vorsorge in vielen Varianten, auch fondsgebundene Version mit höheren Renditechancen – aber natürlich auch mehr Risiko. Oder Sie entscheiden sich für Staatsanleihen. Sie leihen dem Staat Geld und erhalten im Gegenzug Zinsen. Und wer ist schon vertrauenswürdiger als der Staat? Schließlich ist eine Insolvenz ausgeschlossen. Wenn Sie auf einen absoluten Klassiker setzen möchten, sollten Sie Goldbarren in Betracht ziehen. Der Goldpreis unterliegt zwar kurzfristigen Schwankungen, er ist aber auf lange Sicht gesehen absolut wertbeständig. Und last but not least gibt es auch noch Immobilien: Eine kleine Eigentumswohnung garantiert dauerhafte Mieteinnahmen, mit denen sich im Rentenalter bequem leben lässt.

(c) Bildnachweis: Frank

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