Es ist fast zehn Jahre her, dass die Finanzkrise in den USA ihren Anfang nahm. Viele Amerikaner konnten ihre Darlehen nicht mehr abzahlen und die angestaute Kreditblase platzte. Im Juli 2007 zog die Finanzkrise die deutsche IKB-Bank in den Abgrund. Ein Jahr später passierte gleiches mit der US-Investmentbank Lehman Brothers. Da sich die Ereignisse jederzeit wiederholen können, ist Sparen angesagt.

Die Finanzkrise – haben wir dazu gelernt?

Seit der Finanzkrise im Jahr 2007 hat die Welt einiges dazu gelernt. Die Europäische Zentralbank hat finanzielle Puffersysteme eingeführt und die Finanzmärkte stärker reguliert. Globalisierung, Geldgier & Co. sind aber weiterhin ständige Begleiter der Finanzmärkte. Von einer dauerhaften Stabilisierung kann keine Rede sein. Deshalb ist es sinnvoll, sich schon jetzt um seine finanzielle Zukunft zu sorgen. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass Finanz- und insbesondere Immobilienmärkte zu massiven Über- und Untertreibungen neigen. Dies führt zu Instabilität und Fehlinvestitionen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ließ verlauten, dass er an einer Transaktionssteuer arbeite. Die Mehrzahl der Vorschläge aus der Politik sind allerdings als reiner Populismus zu werten. Die Vorschläge reichen von der Besteuerung von Banker-Boni bis hin zum Verbot von Leerverkäufen. Die symbolhafte Politik hat kaum zu nennenswerten Verbesserungen geführt. Dabei sind Schwankungen an den Finanzmärkten durchaus normal. Es bauen sich immer wieder kleine Blasen auf, die platzen. Dies ist im Grunde nichts Schlimmes, solange die Weltwirtschaft darunter nicht leidet.

Das System der Finanzmärkte

Die Märkte regeln sich durch Angebot und Nachfrage. Manche Ankündigungen von Technologie-Unternehmen lassen auf glänzende Renditen hoffen. Selbst wenn es sich um Falschmeldungen handelt: Investoren gehen die Wette ein und treiben die Preise in schwindelerregende Höhen. Manche Aktien steigen immens an, nur um danach wieder tief zu fallen. Es ist reine Psychologie, das Anleger das Spiel mitspielen. Solange der Anstieg einer Aktie weitergeht, solange setzt man darauf – selbst, wenn die gehandelten Güter absolut wertlos sind. Ein weiteres Problem ist die Finanzierung von Banken. Wenn eine Bank Gewinne macht, behält sie diese ein oder zahlt sie an Mitarbeiter und Investoren aus. Wenn sie hingegen große Verluste erleidet, rettet sie der Staat mit Steuergeldern. Dies sichert die Funktionsfähigkeit der Finanzmärkte. Dieses Vorgehen ruft – mit Recht – Kritik auf den Tagesplan. Obwohl die Rettung von Banken auch dem Bürger zugutekommt, setzt sie Fehlanreize. Banken haben einen Ansporn, möglichst hohe Risiken einzugehen. Eigenkapital häufen Banken nicht sonderlich gerne an: Denn Verluste können sie ganz einfach sozialisieren und auf den Bürger umlegen. Außerdem ist Fremdkapital steuerlich begünstigt. Das System hinkt an vielen Stellen. Ein Grund mehr, sich auf das Schlimmste vorzubereiten.

Was bedeutet das für mich?

Deutschland hat seit jeher eine glänzende Wirtschaft. Wir Deutsche fühlen uns mehr als nur sicher. Wer die Finanzkrise in 2007 miterlebt hat, weiss aber, dass es auch anders geht. Wer auf unsere europäischen Nachbarn blickt, erkennt was Arbeitslosigkeit mit einem Land machen kann. Man sehe sich nur unsere griechischen Nachbarn an. Clevere Köpfe sorgen bereits jetzt für schwere Zeiten vor. Arbeitslosigkeit und Jobsuche sind mit dem passenden finanziellen Polster etwas erträglicher. Wir empfehlen Ihnen, jeden Monat Geld anzulegen. Und wenn es nur 100 Euro sind. Auf lange Sicht können Sie sich auch mit Kleinstsummen gegen die nächste Krise wappnen.

 

(c) Bildnachweis: Matthias Buehner

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