Zum Jahresschluss ein Hochgenuss. Zumindest für alle Bitcoin Besitzer. Denn der Kurs der digitalen Münze, in den letzten Wochen auf knapp 5.600 US-Dollar gefallen, befindet sich im Aufwind. Neues Rekordhoch: 9.711 Dollar (27. November 2017). Ein Anstieg um ganze 18 Prozent! Auf der Welle dieses Bitcoin-Booms werden laufend neue Produkte eingeführt. Bitcoin Cash gibt es bereits seit dem 1. August 2017. Nach anfänglichen Schwierigkeiten startete ab dem 11. November 2017 Bitcoin Gold. Auch von ETFs ist bereits die Rede. Wohin steuern die Bitcoin Kryptowährungen?

Kryptowährungen: Bekannt und beliebt

Aktuell beläuft sich der Marktwert der digitalen Bitcoin-Münze auf knapp 110 Milliarden US-Dollar. Dies sichert der Digitalwährung den ersten Platz im Ranking der Krypto-Coins.

Kryptowährungen Beliebtheit

Dabei sind die Gründe für das Investment in solche digitalen Münzen vielfältig. Während die einen auf Kursschwankungen der Kryptowährungen spekulieren und Kursgewinne machen, sehen andere die inflationssicheren und blockchainbasierten Münzen als gute Sparalternative. Dritte umgehen damit gar staatliche Kontrollen.

Im Juli dieses Jahres belief sich die Marktkapitalisierung der zwei beliebtesten digitalen Münzen in Milliardenhöhen. Laut CoinMarketCap.com kam Bitcoin auf 32,29 Milliarden, Ethereum auf 15,24 Milliarden US-Dollar.

Neuer Trend: Bitcoin Cash

Entstanden ist die eigenständige Kryptowährung Bitcoin Cash, auch Bcash genannt, durch die Abspaltung (Hard Fork) vom Bitcoin-Netzwerk. Der Grund: Das Limit der Blockgrößen (bei der Erschaffung einer Blockchain) wurde von 1 MB auf 8 MB erweitert. So ist die Anzahl der Transaktionen nicht mehr auf sieben pro Sekunde beschränkt. Durch die Abspaltung, als Segwit-Protokoll bekannt, sind bei Bitcoin Cash nun achtmal so viele Transaktionen pro Zeit möglich. Nach Marktkapitalisierung ist die neue digitale Münze die drittgrößte Kryptowährung (September 2017).

Neuer Freund: Bitcoin Gold

Eine weitere Hard Fork-Abspaltung ist Bitcoin Gold. Wie auch Bitcoin Cash, spaltet sich die abermals neue Kryptowährung Bitcoin Gold (BTG) vom klassischen Bitcoin (BTC)-Strang ab. Besitzer der klassischen Bitcoins sollen nach dem Hard Fork zu gleichen Teilen Bitcoin und Bitcoin Gold besitzen. Anders als Bitcoin Cash möchte BTG kein direkter Konkurrent, sondern mehr Ergänzung zum Bitcoin sein. Dieser soll sich so nah wie möglich am Bitcoin-Entwicklungscode (Bitcoin Core) orientieren und mehr eine Vorreiterrolle für weitere Updates und Entwicklungen übernehmen.

Zukunftsphantasie: ETF

Derzeit gibt es weltweit rund 16,7 Millionen Bitcoins. Laut Blockchain.info kommen täglich weitere 1.500 bis 2.000 neue digitale Geldeinheiten dazu. Allerdings ist der Algorithmus der Kryptowährung auf eine Obergrenze von 21 Millionen Stück ausgelegt. Eine derartige Begrenzung und stetige Nachfrage resultiert in einem steigenden Kurs. Um zusätzliche Dynamik reinzubekommen werden Ideen nach ETF, also nach börsengehandelter Fonds (englisch exchange-traded fund, ETF) lauter.
Ein derartiges Produkt erleichtert Anlegern die Investition in die künstliche Währung. Die Hoffnung: Damit könnte die Kryptowährung ein viel breiteres Publikum erschließen.

Goldige Aussichten: Experten sprechen vom 100.000 Dollar Kurs!

Bereits im Juli bei einem Kurs von 2.500 US-Dollar prophezeite Ronnie Moas, Gründer und Direktor des Finanzhauses Standpoint Research, einen Anstieg auf 7.500 Dollar. Und behielt recht. Mittlerweile peilt der Kurs sogar die 10.000 Dollar Marke an.

Bitcoins Kurs

Seine Prognose für das Jahr 2027? Ein Kurs von 50.000 Dollar je Bitcoin. Ausgeschlossen ist der Zuwachs nicht, bei der Wankelmütigkeit der Kryptowährung allerdings eher ein Blick in die Kristallkugel.

Andere gehen noch weiter. Harvard-Forscher Dennis Porto kalkulierte aufgrund des Mooreschen Gesetztes. Die Anwendung dieses Gesetzes auf eine Preisentwicklung ist neu. Laut Dennis Porto bisher aber zutreffend. Demnach habe sich der Bitcoin-Preis bis jetzt alle acht Monate verdoppelt. Sein Ergebnis: Ein 100.000 Dollar Kurs für eine Bitcoin-Münze im Februar 2021.

Bild: © Maxim_Kazmin

Nikita Mitryaev

Ihr Ansprechpartner: Nikita Mitryaev

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